Spem in alium ist die berühmte vierzigstimmige Motette von Thomas Tallis, um 1570 für acht Chöre zu je fünf Stimmen komponiert. Das Werk gilt als ein Höhepunkt der Polyphonie der Renaissancemusik in der Tradition der venezianischen Mehrchörigkeit.
In der Osternacht am 4. April um 20:00 Uhr ist dieses einzigartige Werk in der wunderbaren Akustik der Wiener Karlskirche neben dreichörigen Werken von Giovanni Gabrieli und Tomás Luis de Victoria zu hören. Die Sängerinnen und Sänger stehen dabei hufeisenförmig angeordnet im Kirchenraum und hüllen die Gemeinde in den Klang dieses Stückes regelrecht ein.
Das Werk beginnt mit einer einzigen Stimme des ersten Chors, die von anderen imitiert wird und so den Gesang durch die acht Chöre wandern lässt. Erstmals erklingen in Takt 40 alle vierzig Stimmen, bevor der Gesang vom achten zum ersten Chor zurückkehrt. Nach einer weiteren kurzen Sequenz mit allen Stimmen erklingen die Chöre paarweise im Raum, bevor die Motette ihren Höhepunkt mit allen acht Chören erreicht.
Wir freuen uns, dass die Voices unter Leitung des regens chori Martin Zeller einen der acht Chöre singen werden und laden herzlich dazu ein.
Foto: Dozor – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
